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Gesteine - Magmatite (Erstarrungsgesteine)

  Granit | 

Wenn eine Gesteinsschmelze langsam abkühlt und zu erstarren beginnt, setzt regellos verstreut Kristallwachstum ein.
Die in der Schmelze gelösten Minerale mit dem höchsten Schmelzpunkt bilden erste Kristallisationskeime.
In der weiteren Abkühlung wachsen die vorhandenen Kristalle, neue Minerale mit niedrigerem Schmelzpunkt entstehen als neue Kristallisationskeime   -   usf.

Diese (vereinfachte) Genese macht verständlich, warum Magmatite in ihrem Gefüge ein
        ungeregeltes, ineinandergreifendes, verzahntes Kristallwachstum
zeigen. Sie sind nicht gestreift (liniert) und zeigen keine Erscheinungen von Druckeinwirkung wie
Verformung oder Verknetung.
 
Pyterlitischer Granit Siljan-Granit
   pyterlitischer Granit, Geschiebe FO: Bockholmwik            Siljan-Granit, Geschiebe FO: Elmenhorst

       Nach dem Ort und dem Verlauf ihrer Entstehung kann man Erstarrungsgesteine unterscheiden als:

  a. Plutonite (Tiefengesteine). Sie bilden sich als Gesteinskörper (Pluton) innerhalb der Erdkruste.
Wenn das Magma über einen langen Zeitraum ungestört abkühlen kann, haben die Kristalle die
Möglichkeit, der Zusammensetzung der Schmelze entsprechend maximal auszuwachsen.
Die vielfach variierenden Ausbildungen der Magmatite in mineralischer Zusammensetzung, Körnigkeit, Farbgebung und Textur beruhen auf weiteren Faktoren, die die Gesteinsbildung beeinflussen.
  Beispiele: Granit - Syenit - Diorit - Gabbro
b. Vulkanite (Ergussgesteine). Kommt es zu einem Aufstieg des heißen Magmas an die
Erdoberfläche - durch einen Vulkanschlot oder durch entstandene Schwächezonen innerhalb der Kruste -, erkaltet das Magma hier rasch. Es bildet keine größeren Kristalle aus: eine granitische Schmelze
beispielsweise lässt feinkörnige Rhyolithe entstehen.
  Beispiel: Basalt
c. Ganggesteine (Subvulkanite). Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen Tiefengesteinen und Ergussgesteinen ein, da sie ihre Genese als Tiefengestein begonnen und als Ergussgestein
fortgesetzt haben. Sie sind dabei jedoch in Gängen und Spalten des Gesteins, in das sie
eingedrungen sind, unter der Erdoberfläche stecken geblieben.
  Beispiele: Porphyr - Diabas